Umweltschutz & Umweltmaßnahmen

Im Wissen um die Verantwortung gegenüber unserer Nachbarschaft und Umwelt einerseits, und der Bedeutung des Airports als Wirtschafts- und Entwicklungsmotor der Region andererseits, ist der Flughafen intensiv darum bemüht, bereits im Planungsstadium seiner Ausbaumaßnahmen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ökologischen und wirtschaftlichen Interessen zu schaffen. Doch damit nicht genug. Umweltschutz ist und bleibt ein wichtiger Eckpfeiler der Unternehmens-philosophie am Paderborn-Lippstadt Airport.

Paderborn-Lippstadt Airport ist ÖKOPROFIT-Betrieb

Hintergrund zu ÖKOPROFIT:

ÖKOPROFIT steht für Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik. Das Konzept wurde ursprünglich in Graz entwickelt und von der bayerischen Landeshauptstadt München auf deutsche Verhältnisse übertragen. ÖKOPROFIT im Kreis Paderborn ist ein Gemeinschaftsprojekt des Kreises Paderborn sowie der Wirtschaftsförderungen der kreisangehörigen Städte und Gemeinden. Die Federführung haben die Servicestelle Wirtschaft und das Umweltamt der Paderborner Kreisverwaltung. Regionale Unterstützung erfolgt durch die Universität Paderborn, die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld / Zweigstelle Paderborn + Höxter, die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe sowie die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld. Das Projekt wird überregional durch die Effizienz-Agentur NRW und das Umweltministerium NRW begleitet und gefördert.

 

Auszeichnung ÖKOPROFIT

Ökologischen Erfordernissen stehen wir aufgeschlossen gegenüber

Unser Ziel ist es, die Umwelt und die natürlichen Lebensgrundlagen heutiger und zukünftiger Generationen zu schützen und zu erhalten. Deshalb verstehen wir den Umweltschutz als Prozess ständiger Verbesserung und setzen natürliche Ressourcen sparsam ein. Wir suchen stets nach neuen Wegen, Luft und Wasser noch weniger zu belasten, den Boden zu schonen, Abfälle zu vermeiden und mit Energie sparsamer umzugehen.

Gesetzliche Vorschriften werden eingehalten

Die Einhaltung der an uns gestellten umweltrechtlichen Anforderungen ist für uns selbstverständlich. Als umweltbewusstes Unternehmen wollen wir, wann immer dies möglich und im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten, die mit dem Betrieb des Flughafens verbundenen Umweltbelastungen über diese Mindestanforderungen hinaus reduzieren.

Wir fördern das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für die Umwelt

Als Paderborn-Lippstadt Airport fördern wir das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für die Umwelt. Wir motivieren diese zum Umwelt- und ressourcenschonenden Verhalten sowie zur konstruktiven Mitarbeit an der weiteren Verbesserung des Umweltschutzes.

Auch im Zeitalter moderner und leiser Flugzeuge bleibt Fluglärm ein Thema

Unter den komplexen Umweltauswirkungen beim Betrieb eines Verkehrsflughafens ist dem Aspekt des Fluglärms eine große Bedeutung beizumessen, da es die im Flughafennahbereich lebende Bevölkerung betrifft. Deshalb bleibt auch im Zeitalter moderner und immer leiser werdender Flugzeuge Schallschutz ein Thema, welchem der Paderborn-Lippstadt Airport höchste Priorität einräumt.

 

Wir berücksichtigen die Interessen unserer Flughafenanwohner

Im Rahmen regelmäßig stattfindender Fluglärmkonferenzen suchen wir den offenen, sachlichen und kritischen Dialog mit unseren Nachbarn, den Behörden und der Öffentlichkeit.

 

Erfahren Sie mehr zum Thema Fluglärm-Debatte.

Der Airport ein Naturschutzgebiet?

Natürlich ist der Anteil an versiegelten Flächen im Bereich des Flughafens hoch. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass der Luftverkehr insgesamt im Vergleich aller Verkehrsträger mit dem geringsten Flächenbedarf auskommt.

Umweltschonende Bewirtschaftung

Die Grünflächen der Flugbetriebsanlagen sind und werden als so genannte „Flughafenwiesen" ausgebildet. Bei der Pflege wird auf den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden konsequent verzichtet. Dadurch können diese Teile des Flughafengeländes als wertvolle Flächen für den Arten- und Biotopschutz erhalten bzw. verbessert werden.

Gewässer- und Bodenschutz

Auf den ersten Blick scheint ein Flughafen dem gleichen Wasser- und Abwasserkreislauf zu unterliegen wie jeder andere Betrieb im produzierenden oder im Dienstleistungsgewerbe. Bezogen auf den Trinkwasser- und Schmutzwasserkreislauf mag dies überwiegend zutreffen. Das Abwasser aus der Gastronomie wird mit natürlichen Fettabscheidern vorbehandelt, bevor es zusammen mit dem üblichen Sanitär-Abwasser aus den Terminals und Bürogebäuden in das Schmutzwasser-kanalisationsnetz der Stadt Büren eingeleitet wird.

 

Oberflächenentwässerung

Analog zu den Betriebsflächen der Tankstellen, Hallen, Betankungs- und Enteisungsflächen sorgt ein ausgeklügeltes System von Schlitzrinnen, Kanälen und Rigolen entlang der Park- und Abstellflächen für Luftfahrzeuge für eine gezielte Oberflächenentwässerung der versiegelten Flächen. Leichtflüssigkeitsabscheider tragen Sorge dafür, dass eventuell im Niederschlagswasser enthaltene Restmengen von Betriebsstoffen aus dem Oberflächenwasser herausgefiltert bzw. abgeschieden werden.

 

Vorsorge für den Gewässer- und Bodenschutz

Neben ihrer primären Aufgabe der Brand- und Katastrophenbekämpfung ist die Flughafenfeuerwehr (insbesondere bei Havarien) für den Schutz des Bodens und der Gewässer verantwortlich. Im Notfall erfolgt nach einem „Öl- und Giftalarmplan" ein koordinierter Feuerwehreinsatz der Flughafenfeuerwehr unterstützt von den umliegenden Feuerwehren und unter Leitung der Kreisfeuerwehrzentrale (KFTZ) des Kreises Paderborn.

Umweltverträglicher Winterdienst

Auch der Winterdienst am Paderborn-Lippstadt Airport trägt mit seiner modernen Gerätetechnik Sorge für eine saubere Umwelt. Die Flugsicherheit soll in erster Linie ohne Einsatz von Chemikalien gewährleistet werden. Falls es doch nötig ist, werden zur Enteisung der Flugbetriebsflächen biologisch abbaubare Mittel auf Formiat-Basis eingesetzt.

Flora und Fauna

Die grünen Freiflächen auf und um den Paderborn-Lippstadt Airport sind beliebte Anflugziele von Vögeln aller Art. Brutvögel und Durchzügler wissen die überwiegende Naturbelassenheit großer Wiesen- und Grasareale und die Ungestörtheit durch den Menschen zu schätzen. So werden auf der Fläche des Flughafens zur Zeit eine Vielzahl von Vogelarten beobachtet und registriert. Der Bestand der Vögel am Flughafen ist abhängig von der Jahreszeit. Neben den ganzjährig heimischen Vögeln kommt es vor allem im Spätsommer und Frühherbst zu erheblichen Ansammlungen von Zugvögeln. Die Verweildauer gerade der Durchzügler lässt sich jedoch im Sinne der Erhaltung der hohen Sicherheitsstandards vor allem im An- und Abflugbereich durch geeignete Maßnahmen auf ein Minimum beschränken. Der Paderborn-Lippstadt Airport verfügt daher über einen Vogelschutzbeauftragten, der durch geeignete Vergrämungsmaßnahmen für einen sicheren Flughafenbetrieb sorgt. Die Maßnahmen reichen von einer umfassenden Grünflächenbewirtschaftung über die Vermeidung größerer Wasserflächen, den Einsatz von Licht- und Pyrotechnik bis hin zur Regulierung einzelner Arten durch die Jagd, z.B. Feldhase, Kaninchen, Fuchs oder Rehwild.

Alternative Energieformen (regenerativ und CO₂-neutral)

Fernwärme aus Biogas
Die ersten Fernwärme-Leitungen zur Versorgung der Abfertigungsgebäude wurden mit der Baumaßnahme zur Straßenanbindung des Airport Hotels im Jahr 2005 verlegt. Der erdverlegte Anschluss zum Abfertigungsgebäude wurde im Zuge der Baumaßnahme weiterer Busspuren und Haltestellen vor dem Terminal im Jahr 2008 realisiert. Ab Dezember 2009 ist es nun erstmals möglich, die Heizanlagen der Abfertigungsgebäude mit Wärmeenergie in Form von heißem Wasser über isolierte Erdleitungen zu versorgen.

 

Funktionsprinzip und Wirtschaftlichkeit

In der Hausübergabestation wird die Energie des ankommenden heißen Wassers mittels Wärmetauscher an die Heizungsanlage des Flughafens überführt und kühlt sich dabei sehr stark ab. Zurück beim Biogas-Erzeuger in Büren-Ahden wird das Wasser mit Gas aus einem der Biomassekessel wieder aufgeheizt usw.. Modernste Filtertechniken machen diese Anlage wesentlich umweltfreundlicher als sonstige konventionelle Erdgas-Heizanlagen. Zusätzlich sind durch diese Fernwärme Einsparungen im Bereich Service, Wartung und Rauchfangkehrung unserer Heizanlagen zu erwarten.

 

Daten, Fakten und weitere Planung

Dieser erste Schritt reduziert die CO₂-Emission um voraussichtlich ca. 1,37 Tonnen pro Jahr. Ein Anschluss weiterer Bereiche ist für das Jahr 2010 geplant. Neben den Warteräumen und der Pier-Anlage sollen im nächsten Jahr auch die Passagier-Ankunft, das Verwaltungs- bzw. Towergebäude und die gesamte Flugzeughalle 1a und 1b mit Fernwärme versorgt werden. Diese weitere Anwendung hätte eine zusätzlichen CO₂-Reduzierung von ca. 2,2 Tonnen pro Jahr zu Folge. Die Nutzung der Fernwärme hat für den Airport einen weiteren positiven Effekt. Neben einer erheblichen Reduzierung umweltbelastender Emissionen werden zwei ältere 305kW-Heizanlagen aus dem Jahre 1991 stillgelegt.

Aktivitäten im Bereich Photovoltaik

Der Paderborn-Lippstadt Airport hat im Zuge einer Überdachung der obersten Parkebene des paragon parkhauses und zur Bewirtschaftung dieser neuen Dachflächen eine Photovoltaikanlage installiert. Das Dachtragwerk mit einer Gesamtfläche von 3.276 m² besteht aus einer verzinkten Stahlkonstruktion mit Trapezblechen. Die 30 kWp-Anlage wurde Ende 2006 fertiggestellt und hat seit Inbetriebnahme 71.717 kWh Strom produziert. Das entspricht durchschnittlich einer jährlichen Einsparung von 24.000 kWh konventioneller Energie.

Weitere Möglichkeiten und Planungen

In der Entwurfsplanung bzw. im Rahmen einer Studie wird derzeit die Installation einer 1,3 Mwp-Anlage im Bereich der Fluggast-Parkplätze geprüft, ausgehend von einer Photovoltaik-Carport-Anlage mit einer nutzbaren Gesamtdachfläche von ca. 12.000 qm. Außerdem gibt es Überlegungen, das Parkhaus Bremer zu überdachen und ebenfalls mit Photovoltaik auszurüsten. Die voraussichtliche Leistung einer solchen Anlage kann derzeit noch nicht beziffert werden.


Zur wirtschaftlichen Stärkung unseres Unternehmens im Sinne unserer Mitarbeiter, Nachbarn, Gesellschafter und Geschäftspartner werden wir auch zukünftig bei allen Planungen, Neuinvestitionen und Entwicklungen die Auswirkungen auf die Umwelt kritisch bewerten und entsprechend zukunftsorientierte Technologien auswählen.