Fördermittel für mobile Klimageräte

Bundesministerium für Verkehr unterstützt Investition am Flughafen mit 390.000 Euro
Für die Anschaffung von drei mobilen Klimageräten, die abgestellte Flugzeuge mit gekühlter und beheizter Luft versorgen können, erhält der Flughafen Paderborn/Lippstadt eine finanzielle Unterstützung vom Bundesministerium für Verkehr. Die Förderung beläuft sich auf 390.000 Euro, zusätzlich trägt der heimische Airport einen Eigenanteil von 175.000 Euro.
Das Projekt zur Beschaffung elektrischer Kühl- und Heizgeräte für Luftfahrzeuge wird im Rahmen des Förderprogramms zur Marktaktivierung alternativer Technologien für die klima- und umweltfreundlichere Versorgung von Luftfahrzeugen mit Bodenstrom an Flughäfen (Bodenstrom-Richtlinie) mit insgesamt 390.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert, Anträge werden durch die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen bewilligt.
Im Rahmen der Bodenstrom-Richtlinie fördert der Bund die Anschaffung und den Ausbau von sogenannten Pre-Conditioned-Air-Systemen (PCA) an Flughäfen. Solche PCA-Anlagen versorgen abgestellte Flugzeuge vom Boden aus mit gekühlter oder beheizter Luft, sodass die bordeigene kerosinbetriebene Hilfsturbine nicht für die Klimatisierung betrieben werden muss. Am Flughafen Paderborn/Lippstadt erfolgt die Stromversorgung der PCA-Anlagen nach Angaben des Flughafens mit selbsterzeugtem PV-Strom und netzbezogenem zertifizierten Grünstrom.
Ziel der Förderung ist es, den Kerosinverbrauch, die CO₂-Emissionen, Luftschadstoffe und den Lärm auf Flughäfen zu reduzieren. Gleichzeitig sollen Airports dabei unterstützt werden, die europäischen Vorgaben für eine klima- und umweltfreundliche Bodenabfertigung von Flugzeugen schneller zu erfüllen. Gefördert werden sowohl stationäre als auch mobile PCA-Systeme sowie die dafür erforderliche Infrastruktur.
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt wird die mobilen Klimageräte nach der Projektumsetzung durch eigenes Personal bereitstellen. Die bewilligte Förderquote beträgt 69 Prozent der Projektkosten. Nach den Projektberechnungen können durch die Investition jährlich rund 380.000 Kilogramm Kerosin, entsprechend etwa 1.120 Tonnen CO₂, sowie drei Tonnen Schwefeloxide, zehn Tonnen Stickoxide und 1,7 Tonnen Feinstaub vermieden werden.
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Versorgung von Luftfahrzeugen mit Strom aus der Photovoltaikanlage: Matthias Fleige an den Wechselrichtern der Photovoltaikanlage. Der erzeugte Strom kommt künftig auch für die neuen mobilen Klimageräte zum Einsatz.
